Rechner

ETF-Sparplan-Rechner

Wie viel kann aus einer monatlichen ETF-Sparrate über die Jahre werden? Trage Sparrate, Laufzeit, erwartete Rendite, optional eine Einmalanlage und laufende Kosten (TER) ein — das Endkapital erscheint sofort. Alles bleibt in deinem Browser.

🏷️ Diese Seite enthält gekennzeichnete Werbe-/Partnerlinks („Anzeige“). Sie ist ein redaktioneller Rechner und keine Anlageberatung. Mehr dazu.
💡 Kurz gesagt: Ein ETF-Sparplan-Rechner zeigt, wie eine regelmäßige Sparrate durch den Zinseszinseffekt rein rechnerisch wachsen kann — der Wertzuwachs stammt aus wiederangelegten Erträgen, nicht nur aus den Einzahlungen. Je länger die Laufzeit und je früher der Start, desto größer wird der Anteil des Wertzuwachses am Endkapital. Die Rendite ist dabei immer eine frei gewählte Annahme, keine Prognose und keine Garantie.

Annahmen transparent: monatliche Einzahlung, die ab ihrem Einzahlungsmonat mitverzinst wird; Verzinsung mit der eingetragenen Rendite abzüglich TER (vereinfachtes Modell: TER wird direkt von der Bruttorendite abgezogen), ohne Steuern (u. a. Vorabpauschale, Abgeltungssteuer), ohne Inflation, ohne Ausgabeaufschlag/Ordergebühren. Reine Beispielrechnung — keine Prognose und keine Anlageberatung.

Risikohinweis: Die tatsächliche Wertentwicklung von Kapitalanlagen (u. a. ETFs) schwankt und kann deutlich niedriger ausfallen als angenommen — bis hin zum Verlust des eingesetzten Kapitals. Die eingetragene Rendite ist frei gewählt und keine Zusage. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Dieser Rechner ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

So rechnet dieser Rechner

Der Rechenweg steht hier vollständig offen, damit du das Ergebnis einordnen kannst. Schritt 1: Von der eingetragenen Jahresrendite wird die TER abgezogen (vereinfachtes Modell: die Kostenquote mindert direkt die Bruttorendite). Schritt 2: Aus dieser Nettorendite entsteht ein Monatszins — geometrisch umgerechnet, sodass zwölf Monatsschritte zusammen exakt die Jahresrendite ergeben, nicht per einfacher Division durch zwölf. Schritt 3: Das Modell startet mit der optionalen Einmalanlage und spielt dann Monat für Monat denselben Ablauf durch: Sparrate auf den Bestand, danach wird der gesamte Bestand einschließlich der frischen Einzahlung einen Monat verzinst — jede Rate verdient also ab ihrem Einzahlungsmonat mit.

Der „Kosteneffekt“ im Ergebnis ist kein Schätzwert, sondern eine zweite, identische Rechnung ohne TER: Die Differenz der beiden Endkapitale zeigt, was die laufenden Kosten über die gesamte Laufzeit im Modell ausmachen. Ein Beispiel aus genau diesem Modell: Bei 200 € monatlich über 25 Jahre und 6 % angenommener Rendite trennt eine TER von 0,2 % eine von 1,5 % am Ende rund 22.000 € — bei identischer Marktannahme. Steuern (Vorabpauschale, Abgeltungssteuer, Sparerpauschbetrag) sind bewusst außen vor, weil sie von der persönlichen Lage abhängen — die Mechanik erklärt unser Ratgeber zur Vorabpauschale & ETF-Steuern.

Was dieser Rechner nicht leisten kann

Bei Finanz-Rechnern ist dieser Abschnitt der wichtigste. Die Rendite ist eine Annahme, keine Prognose: Reale Märkte liefern keine konstante Jahresrendite, sondern gute und schlechte Jahre in nicht vorhersagbarer Reihenfolge — und diese Reihenfolge verändert das Ergebnis eines Sparplans, selbst wenn der langjährige Durchschnitt am Ende stimmt. Schwache Jahre kurz vor dem Entnahmezeitpunkt treffen ein großes Depot deutlich härter als schwache Jahre am Anfang ein kleines. Die Inflation fehlt: Das Endkapital ist ein nominaler Betrag, dessen Kaufkraft nach Jahrzehnten geringer ist als die Zahl suggeriert. Die Steuern fehlen, weil Freistellungsauftrag, Teilfreistellung und persönliche Situation das Ergebnis individuell verändern — verbindlich beantwortet das nur ein Steuerberater.

Und die wichtigste Grenze: Der Rechner kann nicht beurteilen, ob ein ETF-Sparplan für dich der passende Baustein ist, welcher Index oder welches Produkt in Frage kommt oder wie viel Aktienquote zu deiner Situation passt. Er zeigt ausschließlich, wie sich Zahlen unter frei gewählten Annahmen entwickeln — das ist eine Modellrechnung, keine Anlageberatung. Was vor dem Investieren sinnvollerweise geklärt ist (Liquiditätsreserve, Anlagehorizont), behandelt der Ratgeber Notgroschen & Liquidität.

Praktische Einordnung: Was verschiedene Rendite-Annahmen bedeuten

Drei Läufe mit demselben Modell machen greifbar, wie stark das Ergebnis an der Annahme hängt — 200 € monatlich über 20 Jahre (48.000 € eingezahlt, ohne TER): Bei 4 % stehen im Modell am Ende rund 73.000 €, bei 6 % rund 91.100 €, bei 8 % rund 114.500 €. Zwei Prozentpunkte Annahme-Unterschied verändern das Ergebnis also um Zehntausende Euro — ein Grund, Ergebnisse solcher Rechner nie als Planungsgröße auf den Euro zu nehmen, sondern mehrere Annahmen durchzuspielen und zu prüfen, ob der eigene Plan auch mit der vorsichtigen Variante aufgeht.

Zur historischen Einordnung: Der Weltaktienindex MSCI World erzielte nach Berechnungen von Finanztip zwischen 1975 und Ende 2024 im Durchschnitt rund 9,7 % pro Jahr (nominal, auf Eurobasis); über rollierende 15-Jahres-Zeiträume lag der Durchschnitt bei etwa 7,7 % pro Jahr — mit erheblichen Unterschieden je nach Ein- und Ausstiegszeitpunkt und mehrjährigen Verlustphasen dazwischen. Das sind Vergangenheitswerte und kein verlässlicher Indikator für die Zukunft; sie sagen nichts darüber, welche Rendite ein bestimmter ETF künftig erzielt. Welche Kriterien bei der Auswahl eines Welt-ETF überhaupt zählen, erklärt der Welt-ETF-Vergleich — informativ, ohne Produktempfehlung.

Wo ein ETF-Sparplan läuft

Ein ETF-Sparplan läuft über ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem (Neo-)Broker. Beispiele für Anbieter mit ETF-Sparplänen sind comdirect und SMARTBROKER+, daneben Scalable Capital und Trade Republic. Anzeige – die Anbieterauswahl folgt sachlichen Kriterien, keine Empfehlung. Worauf es beim Depot-Vergleich ankommt (Kosten, Sparplan-Angebot, ETF-Auswahl, Regulierung), erklärt unser Depot-Vergleich für Selbstständige.

Mehr zum Einstieg, zu Kosten und Diversifikation liest du im Ratgeber ETF-Sparplan für Selbstständige. Für die geförderte Altersvorsorge ab 2027 gibt es einen eigenen Altersvorsorge-Sparplan-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viel sollte ich monatlich in einen ETF-Sparplan investieren?

Eine pauschale Summe gibt es nicht — entscheidend ist ein Betrag, den du auch in einem schwächeren Monat verlässlich aufbringen kannst, nicht die absolute Höhe. Als Selbstständiger mit schwankenden Einnahmen ist Regelmäßigkeit wichtiger als eine hohe Rate, die du nach dem ersten Auftragsloch wieder aussetzt. Wie viel insgesamt sinnvoll ist, hängt von deiner Rentenlücke, deiner Liquiditätsreserve und deiner persönlichen Situation ab — keine individuelle Empfehlung.

Was bringt der Zinseszinseffekt bei einem Sparplan konkret?

Beim Zinseszinseffekt erwirtschaften nicht nur deine Einzahlungen, sondern auch bereits erzielte (wiederangelegte) Erträge selbst wieder Erträge. Dieser Effekt wirkt mit der Zeit überproportional: Je länger der Anlagehorizont, desto größer wird rechnerisch der Anteil des Wertzuwachses am Endkapital im Vergleich zur reinen Einzahlungssumme. Das ist der Grund, warum ein früher Start bei gleicher Sparrate rechnerisch mehr Endkapital ergeben kann als ein späterer.

Welche Rendite ist bei einem ETF-Sparplan realistisch?

Das ist keine feste Zahl, sondern hängt vom gewählten Index, dem Anlagezeitraum und dem Marktverlauf ab. Breit gestreute Aktien-Welt-Indizes haben über sehr lange historische Zeiträume (Jahrzehnte) im Schnitt nominal einstellige bis niedrige zweistellige Prozentwerte pro Jahr erzielt — mit teils erheblichen Schwankungen einzelner Jahre und mehrjährigen Verlustphasen dazwischen. Diese Vergangenheitswerte sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft und keine Prognose. Der Rechner verwendet ausschließlich die von dir frei gewählte Annahme.

Wie wirkt sich die TER (laufende Kosten) auf das Ergebnis aus?

Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) wird laufend aus dem Fondsvermögen entnommen und mindert die Rendite Jahr für Jahr. Über viele Jahre summiert sich selbst eine kleine Differenz spürbar auf, weil auch der entnommene Betrag nicht mehr weiter verzinst werden kann. Der Rechner zeigt diesen Unterschied optional als „Kosteneffekt“ an, wenn du eine TER größer 0 einträgst.

Ist die Inflation im Ergebnis berücksichtigt?

Nein. Das Endkapital ist ein nominaler Euro-Betrag: Er zeigt, wie viele Euro im Modell zusammenkommen, nicht, welche Kaufkraft dieser Betrag in 20 oder 30 Jahren hat. Bei dauerhafter Inflation liegt die reale Kaufkraft spürbar unter der angezeigten Zahl. Wer das näherungsweise einbeziehen will, trägt eine um die erwartete Inflationsrate verringerte Rendite ein — das Ergebnis ist dann grob in heutiger Kaufkraft zu lesen, bleibt aber ebenfalls eine Annahme.

Warum weicht das Ergebnis von anderen ETF-Rechnern ab?

Meist wegen unterschiedlicher Rechen-Konventionen, nicht wegen eines Fehlers: Manche Rechner teilen die Jahresrendite durch zwölf, dieser Rechner leitet den Monatszins geometrisch ab; manche verzinsen Einzahlungen erst ab dem Folgemonat, dieser Rechner ab dem Einzahlungsmonat; und die Behandlung von Kosten und Steuern unterscheidet sich von Rechner zu Rechner. Bei identischen Eingaben können so Abweichungen von einigen Prozent entstehen — für den Vergleich verschiedener Annahmen untereinander spielt das keine Rolle.

Ist dieser Rechner eine Anlageberatung oder Renditeprognose?

Nein. Der Rechner liefert eine unverbindliche Modellrechnung auf Basis der von dir eingegebenen Annahmen — keine Prognose, keine Garantie und keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Die tatsächliche Wertentwicklung von ETFs kann deutlich abweichen, auch nach unten bis hin zum Totalverlust.

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